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UPW

Was bedeutete UPW?

Unterkunft mit der Perspektive Wohnen

UPW ist die Abkürzung für Unterkunft mit der Perspektive Wohnen und ist eine öffentlich-rechtliche Unterbringung (örU). Es handelt sich hierbei um Flüchtlingsunterkünfte. Die Unterkünfte werden im Standard des sozialen Wohnungsbaus errichtet.

Die neuen Unterkünfte mit der Perspektive Wohnen (UPW) sind Unterkünfte für Geflüchtete, die im Standard des sozialen Wohnungsbaus errichtet werden. Sie geben ausschließlich geflüchteten Menschen mit Bleibeperspektive ein Zuhause auf Zeit – bis eine Mietwohnung gefunden ist. Die Wohnungen entsprechen dem Standard des sozialen Wohnungsbaus werden allerdings, den Regeln der öffentlich-rechtlichen Unterbringung gemäß, höher belegt sein. Die zukünftige Bewohnerschaft teilt sich in der Regel zu zweit oder zu dritt ein Zimmer sowie Küche und Bad.Die UPW soll den Geflüchteten eine Unterbringung in einer sozialverträglichen Wohnform und schnelle Integration ermöglichen.  (Quelle: f & w fördern und wohnen)

 


 
Was ist das Ziel einer UPW?

Die UPWs bieten den geflüchteten Menschen mit Bleibeperspektive ein Zuhause für eine begrenzte Zeit. In dieser Zeit erhalten vor allem Familien ihre Privatsphäre, die durch Erstaufnahmestationen und Folgeeinrichtungen oftmals nicht gewährleistet werden konnten. Das übergeordnete Ziel einer UPW ist es, die Geflüchteten auf den Mietwohnungsmarkt vorzubereiten, um sie rasch in den Wohnungsmarkt zu integrieren. Dafür werden Themen wie „Wohnen lernen“ nähergebracht. Was das bedeutet hat Frau Sokolowski von “f & w fördern und wohnen” auf der Informationsveranstaltung am 18. Januar erläutert.

 


 
Was bedeutet Bleibeperspektive?

Menschen, die aus Herkunftsländern mit einer Schutzquote von über 50 Prozent kommen, haben eine gute Bleibeperspektive. 2017 trifft dies auf die Herkunftsländer Eritrea, Irak, Iran, Syrien und Somalia zu. Welche Herkunftsländer das Kriterium Schutzquote (>/= 50 %) erfüllen, wird halbjährlich festgelegt.

Das Kriterium einer guten Bleibeperspektive gilt nur bei Personen mit einer Aufenthaltsgestattung gem. § 55 Abs. 1 AsylG. (Quelle: BAMF- Bundesamt für Migration und Flüchtlinge)

 


 
 Wer ist Eigentümer und Betreiber einer UPW?

 In der UPW  Poppenbüttel/Ohendiekshöhe ist “f & w fördern und wohnen” sowohl Betreiber als auch Eigentümer. In anderen Fällen errichten meist private Investoren, Baugenossenschaften oder die Saga GWG die Wohnanlagen im Standard vom öffentlich-rechtlichen Wohnungsbau und “f & w fördern und wohnen” ist lediglich der Betreiber der öffentlich-rechtlichen Unterbringungen.

 


 

Wie lange wird die UPW existieren?

Die Laufzeit einer UPW ist begrenzt auf einen Zeitraum von insgesamt 15 Jahren. Mit Ablauf der 15 Jahre werden die Wohnunen dauerhaft dem Wohnungsmarkt und somit der Bevölkerung zur Verfügung stehen.

 

 


 
Wieso entstehen viele UPWs? Wer hat dies entschieden?

Aufgrund der Flüchtlingskrise wurde das Programm UPW Ende 2015 von der Hamburgischen Bürgerschaft mit dem Ziel, 20.000 neue Unterkunftsplätze zu schaffen, beschlossen (Bürgervertrag, Drs. 21/5231). Diese sollten im Standard des öffentlich geförderten Wohnungsbaus grundsätzlich durch private Investoren errichtet werden. Die ursprüngliche Planung umfasste 5.600 Wohneinheiten an sieben Standorten, die im ersten Förderweg bewilligt und bis Ende 2016 fertiggestellt sollten. Geplant sind derzeit ca. 9.000 Plätze in 2.500 Wohneinheiten, die an insgesamt zwölf Standorten im Bau sind.

 

 

 
 Wo sind die UPWs in Hamburg verteilt?

In allen sieben Bezirken Hamburgs sind UPWs entweder geplant oder bereits in Bau. An drei von 12 geplanten Standorten – dem Gleisdreieck (Billwerder), Mittlerer Landweg (Bergedorf), und Elfsaal (Wandsbek) sind bereits Bewohnerinnen und Bewohner eingezogen.

 


 
 Besteht das Neubaugebiet Ohlendiekshöhe nur aus einer UPW?

Nein, es gibt des ebenso geförderte  und frei finanzierte Mietwohnungen. Auf dem Bebauungsplan stellt die erste Häuserzeile im Norden die UPW dar, in der zweiten Häuserzeile befinden sich die geförderten Wohnungen und die südlichste Häuserzeile befindet sich noch im Bau und wird aktuell an interessierte Mieter für frei finanzierte Wohnungen vergeben (Wohnen an der Mellingbek).

Eine Karte zur baulichen Struktur finden Sie hier.

 


 
 Wie sind die Belegungszahlen in der UPW Ohlendiekshöhe?

Ursprünglich war die Unterbringung von über 1.400 Geflüchteten geplant. Mittlerweile haben sich die Belegungszahlen für den Standort unter anderem im Zuge des Bürgervertrages (Drs. 21/5231) auf 500 im Erstbezug reduziert. Bis Ende 2019 soll sich die Zahl weiter auf 300 Bewohnerinnen und Bewohner reduzieren. Die frei gewordenen 62 Wohnungen stehen dann dem normalen Wohnungsmarkt zur Verfügung. Die ersten Häuser des ersten Bauabschnitts waren am 1. November 2017 bezugsfertig.

 


 
 Wie sehen die Wohnungen aus?

Ein Beispiel der Grundausstattung eines Schlafzimmers der Wohungen sehen Sie auf folgendem Bild:

Bildrechte: Christiane Ulke

Die Ausstattung der Wohnungen der öffentlich-rechtlichen Unterbringung ist simpel und beinhaltet das nötigste. Gardinen, Teppiche oder weitere Möbel beispielsweise werden sich die neuen Bewohnerinnen und Bewohner selbst beschaffen müssen. Unterstützend zur Seite stehen ihnen dabei die Bürgerinitiative Poppenbüttel Hilft e. V.”, die die Geflüchteten mit Sachspenden unterstützt.

 

Der Inhalt dieser Seite stammt zum Teil aus: Kooperatives Gutachterverfahren “Building a Proposition for Future Activities – Begegnungshaus Poppenbüttel 43” (f & w fördern und wohnen AöR als Ausloberin, Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design, HCU Hamburg als Verfahrensmanagent)

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